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Ein Gespräch mit Wolfdietrich Schnurre - Berlin, 1986

Fragen: Mathias Adelhoefer und Andrea Wendt


zuerst veröffentlicht in: Mathias Adelhoefer. Wolfdietrich Schnurre: ein deutscher Nachkriegsautor. Mit einer Vorbemerkung von Marina Schnurre. Pfaffenweiler: Centaurus-Verlagsges., 1990, S. 94 - 105.
Gespräch mit Wolfdietrich Schnurre 1

-?-: Herr Schnurre, zuerst möchten wir Ihnen sehr herzlich dafür danken, daß Sie diesem Treffen so bereitwillig zugestimmt haben. Wir hatten, bevor wir uns mit Ihnen trafen, doch ein bißchen 'Bammel'... Wir mußten erst eine gewisse Hemmschwelle überwinden, da wir nicht jeden Tag einem bekannten Schriftsteller gegenübersitzen...

Schnurre: Diese Hemmschwelle ist leider vorhanden. Ich kenne das Gefühl aus meinen Lesungen: Am Ende einer Lesung sammelt sich immer die berühmte 'Signier-Schlange', und das ist jedes Mal eine Mischung aus unangebrachter Achtung, ein Hauch Devotion, Stille, Schweigen... - und jetzt ist der große Meister da..., na und? Ein Autor ist genauso ein Beruf wie der eines Tischlers, finde ich ...

-?-: Das habe ich mir auch vor unserem Gespräch gesagt: Der Schnurre ist auch nur ein Mensch...

W. S.: [lacht herzlich]... Leider Gottes wird ja dem Schriftsteller - vor allem in Deutschland - viel zu viel zugemutet: Er ist unnahbar, gleichzeitig soll er sozialkritisch und bejahend sein, Soziologe soll er sein, Seelsorger soll er sein, und einen Weg soll er uns weisen... naja, und so weiter, aber ich will Ihren Fragen nicht vorgreifen.

-?-: Ich beabsichtige, eine Seminararbeit über Sie zu schreiben. Sie soll sich mit den beiden 'Berlin-Geschichten' "Havelsonntag" und "Auch Ostberlin liegt an der Spree" sowie mit ihrem eigenen Entwicklungsgang befassen...

W. S.: Meinen Entwicklungsgang kennen Sie...?

-?-: Nun, in groben Zügen schon... Wir haben den Aufsatz "Viermal zur Welt gekommen"2 gelesen und uns auch mit dem Schreibtisch unter freiem Himmel beschäftigt...

W. S.: Das ist mein schlechtestes Buch. Es gibt noch eins, das sage ich Ihnen aber nicht, weil es noch schlechter ist...

-?-: Ist das wahr?

W. S.: Ja. Schreibtisch unter freiem Himmel ist dermaßen emotionsgeladen, und wenn man es ein wenig abklopft, bleibt lediglich eine sogenannte 'anständige Haltung' übrig, was sicherlich nicht das Entscheidende für einen Autor ist.

-?-: Sie meinen vielleicht den zweiten Teil des Buches, den "Vopo-Brief" und andere Aufsätze, die sich gegen die Mauer wenden. Es gibt doch wahrscheinlich auch Texte aus dem Schreibtisch, die heute noch gültig für Sie sind.

W. S.: Ja, zum Kolmar-Aufsatz ["Zweifel und Hinnahme"] oder zum Stück über Schwarz-Bart ["Ethik als Waffe"] und noch zwei, drei anderen Sachen stehe ich noch. Was die übrigen Aufsätze anbelangt, die habe ich schon vor langer Zeit offiziell widerrufen. Das darf man ja auch. Ich finde es besser, fünf Meinungen zu einer Sache zu haben als gar keine.

-?-: Herr Schnurre, Sie haben gesagt, daß Sie auch ohne den Krieg Schriftsteller geworden wären. Haben die Kriegserlebnisse Ihr Schreiben nicht dennoch geprägt und Ihnen den Anstoß zum Schreiben gegeben?

W. S.: Ich habe - leicht ironisch gesagt - mein erstes Gedicht mit sieben Jahren geschrieben, es wurde gleich gedruckt. Mit anderen Worten: Ich glaube, als Schriftsteller auf die Welt gekommen zu sein, und ich glaube auch nicht, daß man Schreiben lernen kann. Das Erinnerungsvermögen ist mit das Wichtigste für einen Autor. Ich habe eine These, die sich - bei jedem Schriftsteller - nachprüfen läßt: man greift auf die eigene Kindheit zurück.3 Für das Schreiben ist Erinnern wichtig. Und ich glaube auch, daß keiner so weit in seiner Erinnerung zurückkommt wie der Schriftsteller. Ich habe als Junge eine Menge geschrieben, wie wahrscheinlich jeder von uns in seiner Kindheit schreibt, und ich weiß, daß ich auch geschrieben hätte, wenn ich nicht Soldat hätte werden müssen. Ich hätte anders geschrieben. Vielleicht hätte ich nicht so engagiert angefangen, wie es durch den Krieg der Fall war. Der Krieg hat mein Schreiben in eine ganz bestimmte Richtung gedrängt, ja.

-?-: Ihre frühen Geschichten haben in vielerlei Hinsicht mit dem Thema des Krieges zu tun. In Ihrer frühesten Kurzgeschichte - "Die Tat" - haben Sie zugleich ein Kindheitstrauma verarbeitet. "Die Tat" scheint einen realen Hintergrund zu haben.

W. S.: Diese Geschichte wurde während des Krieges geschrieben. Zwar war ich nicht der Soldat, der die Katze vom Eis holte, aber sonst hat es sich so zugetragen. Bis 1943 hatte ich dreimal in der Woche den Traum, in dem die Katze auftauchte - so, wie ich es in der Geschichte beschrieben habe. Die Geschichte wurde in einer Frühfassung bei mir gefunden, und ich bin dafür sechs Wochen eingesperrt worden. Im Gefängnis schrieb ich die Geschichte heimlich weiter, und schon während dieser Zeit hörte der Katzen-Traum auf.

-?-: In den späteren Geschichten, ich denke besonders an die schon erwähnten 'Berlin-Geschichten', findet man häufig Grundstimmungen des Humors, der Idylle und der Ironie. Glauben Sie, daß diese 'optimistische' Tendenz einen für Sie - damals wichtigen - Gegenpol zu den Nachwirkungen des Mauerbaus bedeutete?

W. S.: Ich möchte es anders formulieren. Ich bin ein abgründiger Pessimist, bin kein Christ, habe auch keinen metaphysischen Hintergrund, finde das Leben fabelhaft und weiß, daß es bedroht ist, fünfeinhalb Jahre Krieg waren ja eindeutig genug... Ich lache ganz gerne, das schadet ja auch nichts, ob das Schadenfreude ist oder nicht, ist mir einerlei, sofern es nicht auf Kosten eines anderen geht. Nur: zum Lachen muß es einen Anlaß geben, und der Humor, wie ich ihn verstehe, ist eine 'Gratwanderung'. Busch ist mir zu inhuman: Fipps der Affe, wird erschossen, Max und Moritz werden zerschrotet, die fromme Helene verbrennt, der Rabe wird aufgehängt - das ist mir zu dicke. Aber es gibt eine kurze Geschichte von Busch, mit der möchte ich Ihnen antworten. Sie handelt von einem Maulwurf, der den ganzen Garten zerwühlt, der Gärtner versucht, ihn zu fangen, fällt mit dem Hintern in die Harke rein... Am Ende bekommt der Gärtner den Maulwurf zu fassen, donnert ihn zu Tode, man sieht das Blutbächlein rausrinnen, da liegt der arme Maulwurf, Grabepfoten gen Himmel gereckt, und darunter steht: "Denn hinderlich, wie überall, ist hier der eigne Todesfall." Das ist die Endformel des Humors. Wenn Sie den Begriff des Galgenhumors gelten lassen, dann ist es dies: Wenn ich hänge, ist es zu spät. Ein bißchen früher muß der Humor einsetzen: genau dort, wo man total verzweifelt ist. Er darf nicht in Zynismus abkippen. Mein Humor soll schwanken zwischen Ironie und Sarkasmus. Das setzt voraus, daß ich Selbstironie besitze: wenn ich mich nicht selbst auf die Schippe nehme, darf ich mich auch nicht über andere lustig machen.

-?-: Wenn man zum Beispiel an Ihren "Roman in Geschichten" Als Vaters Bart noch rot war denkt, fällt auf, wie überzeugend es Ihnen gelingt, die ernste politische Lage mit der humorvollen Milieuschilderung zu verknüpfen.

W. S.: Sehen Sie, ich möchte an sich nur ernste Sachen schreiben, das Lachen ist im Grunde eine Art 'Alleinunterhalter-Prinzip'. [...] In Vaters Bart ist die Lage ernst, die Arbeitslosenzeit, Hitler kommt und so weiter. Konnten wir in der Hitler-Zeit lachen? Wir haben gelacht. Ergo, sage ich mir, muß es mir auch möglich sein, daß ich das Lachen so etabliere, daß es glaubwürdig ist, und das kann es nur sein, wenn unter dem Humor ein Wissen um die Bedrohung der Freiheit, ein Wissen um die Bedrohtheit des Lebens und so weiter liegt. [...] Aber ich bin mir auch klar darüber, daß ich mitunter eine literarische Gratwanderung betreibe, zum Beispiel in der äußerst makabren Geschichte vom Kammerjäger Perts4 Man kann sich dabei auch regelrecht sein 'literarisches Hälslein' brechen...

-?-: Der Band Als Vaters Bart noch rot war ist ein großer Verkaufserfolg gewesen. Denken Sie an eine Fortsetzung der Geschichten?

W. S.: Der erst Band wurde vor gut dreißig Jahren geschrieben, und ich bin jetzt dabei, den zweiten Band zu Vaters Bart zu schreiben. Das ist ungeheuer schwierig, denn mein Pessimismus hat, literarisch nachweisbar, zugenommen, und jetzt bin ich mit Vater und Sohn mitten drin in der Hitler-Zeit. Ich habe mir drei Balancierstangen genommen, um da noch 'Humor' hineinzubekommen.

-?-: Gab es für Sie unmittelbar nach dem Krieg eine Art literarisches Nachholbedürfnis? Haben Sie in den ersten Nachkriegsjahren das gelesen, was während der Kriegsjahre nicht zu haben war, oder haben Sie sich gleich an den Schreibtisch gesetzt und geschrieben?

W. S.: Lassen wir den Krieg für einen Augenblick beiseite. Stellen Sie sich einen vierzehnjährigen Jungen vor - picklig, hochgeschossen - und einen Vater, der Bibliothekar und Naturwissenschaftler ist. Der Vater ist beauftragt, in der Stadtbibliothek in Berlin, heutiger Marx-Engels-Platz, die gesamte 'undeutsche' Literatur auszusondern. Vater hat die Bücher mit nach Hause genommen, statt sie in den Reißwolf zu stecken. [...] Ich hatte also die ganze Emigrantenliteratur gelesen.

-?-: Wie waren die literarischen Arbeitsbedingungen für Sie in der unmittelbaren Nachkriegszeit? Fühlten Sie einen 'inneren' Zwang zu schreiben?

W. S.: Nun, tagsüber arbeitete ich bei einem Bauern in einem Dorf in der Nähe von Paderborn, dort gab es Kühe und Pferde zu versorgen, Felder zu mähen und so weiter. Es war eine fabelhafte Zeit: Es war Frieden. Meine ersten Geschichten, "Das Begräbnis" zum Beispiel, habe ich nachts auf einer umgedrehten Krippe geschrieben. An Schlaf war nicht zu denken, denn alles, was man so lange verdrängt hatte, kam nun wieder hoch. Es war wie Gully-Wasser, was hochsickert und abfließen muß, damit man wieder Grund unter den Füßen bekommt.

-?-: Sie versuchten also, Ihr Schuldgefühl literarisch zu verarbeiten? Ich will Ihnen natürlich keine 'Schuld' anlasten...

W. S.: Bleiben Sie bei "Schuldgefühl". Ein Schuldgefühl ist übertragbar; Sie können ein Schuldgefühl empfinden, ohne objektiv Schuld zu haben. Nehmen Sie zum Beispiel einen KZ-Aufseher, der Schuld hat, aber er macht sich die Schuld nicht bewußt, er redet sich 'raus mit Befehlsnotstand und so weiter. Ich habe das Gefühl, daß sich ja jemand um die Schuld kümmern muß. Sie liegt herum wie ein erratischer Block, von dem sich jeder eine Scheibe abschneiden kann, die meisten tun das aber nicht. Ich schneide mir eine ziemlich große Ecke ab. [...] Ich habe keine Schuld, aber ich war Nazi-Soldat, und es war ein Aggressionskrieg. Hätte ich mich geweigert, daran teilzunehmen, wäre ich an die Wand gestellt worden, und ich habe mich ja auch oft genug gedrückt, sonst wäre ich ja nicht eingesperrt worden. Faschist war ich auch nicht, das liegt an meinem Vater, der Demokrat war und mich antifaschistiscch erzog. Grass sagt immer, daß wir ja auch Nazis hätten werden können - absolut: man ist durch nichts gefeit. Außerdem steckt diese schreckliche Grausamkeit in jedem Menschen drin. Im Lokalteil jeder Zeitung können Sie dafür Belege, im kleineren Rahmen, finden. [...] Ich habe während meines Israel-Aufenthaltes [im Juni 1967] besonders eindringlich erlebt, daß man als Stellvertreter angesehen wird, man kommt nicht aus dem Land Goethes, sondern aus dem Land Eichmanns, wenn man zu meiner Generation gehört. Ich muß das akzeptieren, gerade weil so viele meiner Generation einen Bogen um den 'erratischen Block' machen und gerade, weil ich Schriftsteller in Deutschland bin. Mein Schuldgefühl, meine Neurosen, die jeder von uns hat, sind der Antrieb für mein Schreiben. Ich schreibe aus Schuldgefühl, sonst würde ich gar nicht schreiben wollen.

-?-: In Ihrem Roman Ein Unglücksfall ist das Schuldgefühl ein dominantes Thema. Wie es im Klappentext heißt, handelt der Roman von der "mißlungenen deutsch-jüdischen Symbiose". Dieser Roman hat eine lange Entstehungszeit hinter sich, Ihr Schuldgefühl scheint nicht nachgelassen zu haben.

W. S.: Mein Schuldgefühl ist virulent, und es ist berechtigt, es ist um so mehr berechtigt, weil diejenigen, die es haben müßten, es verdrängt haben. Wenn Ihre Eltern oder Großeltern heute sagen, daß sie nichts von alledem gewußt haben, stimmt es einfach nicht: die haben es verdrängt! Sie glauben wirklich, daß sie nichts gewußt haben. Jeder hat's gewußt! Man hat sie doch auf den Straßen gesehen, wie sie in ihren KZ-Uniformen Straßenbahnschienen verlegt haben, und man hat doch gesehen, wie erbärmlich sie aussahen - wie das 'schleichende Elend'. Das war doch eindeutig. Wenn ich das Schuldgefühl leugnen würde, wäre ich vor mir selber völlig unglaubwürdig. [...] Ich habe mit dem Unglücksfall lange gewartet; gut dreißig Jahre habe ich - logischerweise nicht ausschließlich - daran gearbeitet...

-?-: Sie sagen, daß Sie das Schuldgefühl der Deutschen als Stellvertreter 'wachhalten' wollen. Gilt das auch für ein Schuldgefühl, das nicht unmittelbar mit dem Krieg zu tun hat, sondern mit Kriegsfolgen, etwa der Gründung der zwei deutschen Staaten, der Einführung der Bundeswehr, dem Mauerbau oder mit gegenwärtigen Ereignissen?

W. S.: Ich muß Ihre Frage wieder teilen, notfalls bringen Sie mich wieder auf die letzte Frage zurück... Ich glaube nicht, daß ich 'stellvertretend' schreibe. Mit dem Unglücksfall habe ich lange gewartet und gedacht, es muß doch einmal einer kommen, der kein Jude ist und sich des jüdischen Themas - auf Deutschland projiziert - annimmt. Die Romane, die geschrieben worden sind, Der letzte der Gerechten von André Schwarz-Bart oder Die Nacht zu begraben, Elischa von Elie Wiesel, sind alle von jüdischen Autoren geschrieben worden. Manchmal haben sie mit Literatur wenig zu tun, sie sind realistisch und ergreifend, sie haben Dokumentarwert. Wenn in Deutschland über Juden geschrieben wurde, dann war es zum Beispiel die schöne Jüdin in Anderschs Sansibar oder der letzte Grund, die nur hübsch ist und sich über's Haar streicht... Nein, so kommen wir nicht weiter. Mit dem Judentum muß man sich ganz intensiv befassen, nicht bloß dokumentarisch. Das Jüdische ist einfach nur von der Theologie her zu definieren.5

-?-: Können Sie noch etwas zum "Stellvertreter" sagen? Ich erinnere mich, daß Sie diesen Anspruch in einem Essay formuliert haben...

W. S.: Ich habe eine Zeitlang den Mund sehr voll genommen und bin über das Ziel hinausgeschossen. Ich habe gedacht, daß man als Schriftsteller nicht gerade die Welt verändern kann, aber doch Einfluß nehmen kann. Das war schon in der politisierten Gruppe 47 so, und später, während der Adenauer-Zeit und beim Mauerbau, hatte ich eine ähnliche Auffassung. Es war eine Zeitlang so, daß ich mir ziemlich allein vorgekommen bin: Ich habe mich politisch geäußert, Kommentare geschrieben oder im Funk gesprochen und bin lange Zeit mehr oder weniger der einzige [politisch arbeitende] Schriftsteller gewesen. [...] Man kann aber als Schriftsteller auch Politik machen, Grass und Lenz oder - auf eine andere Art - Wallraff sind ja gute Beispiele. [...] Mein politischer Anspruch ist - rückblickend gesehen - ungeheuer anmaßend gewesen. Die reine Emotion ist fabelhaft - ich würde auch heute noch meine Emotion nicht eindämmen wollen -, aber sie muß kontrolliert werden, sonst hat es mit Schriftstellerei wenig zu tun. Ich habe immer spontan reagiert: ob das Adenauer war, ob das der frühere Erz-Nazi [Theodor] Oberländer6 war, ob das [Hans] Globke7 war - das war der Mann, der den Judenstempel, das "J" im Paß, erfand, und den hat Adenauer zu seiner rechten Hand gemacht - oder andere waren. Außer ein paar jüdischen Freunden hat kein Mensch mitgemacht, und wir haben immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Ich habe damals [nach dem Mauerbau] nicht aufgepaßt, zum Beispiel habe ich von der Springer-Presse Beifall in einem überschäumenden Maße bekommen, das hat gut geklungen, denn es waren eine Menge Leute, aber es waren die falschen. Da kommen wir wieder zu der Gratwanderung und der Gefahr des Absturzes von vorhin zurück. Naja, da war man engagiert, da wollte man etwas erreichen, und in meinem Fall waren meine ganzen Freunde und mein Vater drüben - da ist man natürlich emotionsgeladen... Wenn Sie mich nach meiner heutigen Auffassung fragen, ob ich die Welt verändern kann, würde ich nein sagen, obwohl gut geschriebene Literatur die Welt verändert hat, denken Sie zum Beispiel an das Kommunistische Manifest oder das Alte und das Neue Testament. Das Äußerste, was ich mir heute erhoffe, ist, einen Denkanstoß zu geben. Aber mißverstehen Sie mich nicht, das bedeutet keine Resignation, sondern eine Zurücknahme meiner früheren Haltung. Aus Resignation heraus kann man nicht schreiben.

-?-: Sie haben einmal gesagt, am Schreibtisch habe nur einer Platz. Brauchen Sie als Schriftsteller ein gewisses Maß an Isolation oder Zurückgezogenheit?

W. S.: Es ist eine Arbeitsvoraussetzung: Je ungestörter ich bin, desto besser kann ich arbeiten, logisch... Es kommt hier aber gleichzeitig mein Schuldgefühl auf: Ich war dreimal verheiratet und weiß inzwischen, daß der Schriftsteller ungeeignet für eine Dauerbindung ist. Beim Romanschreiben zum Beispiel ist er permanent mit seinen Figuren beschäftigt, die stehen um ihn herum und schikanieren ihn, und ich kann auch nicht in Urlaub fahren, die Romanfiguren kommen alle mit. Wenn man, wie ich, Weib und Kind hatte, ich habe sie ja noch, aber ich lebe von meiner Familie getrennt, dann kommen Sie in dauernde Schwierigkeiten. Ich muß mir meinen Tag einteilen: Ich fange an mit Geldverdienerischem, einem Drehbuch oder einem Hörspiel, dann mache ich um 15.00 Uhr Pause, schreibe einige Briefe, guck 'mal 'raus, wie das Wetter ist, und dann fange ich an, Literatur zu machen. Meistens schlafe ich am Schreibtisch um 3.00 Uhr ein und schleiche dann gerade noch so ins Bett. Wenn man bei solch einem Arbeitstag eine Frau hat, na, die wird doch wahnsinnig dabei. Die hat doch nichts von einem. Aber ich bin als Literat auf die Welt gekommen, und ich muß Literatur machen, selbst wenn ich einmal ein Jahr nichts mache, dann denke ich eben Literatur. Der Schriftsteller ist kein angenehmer 'Sozialpartner'. Klar, es gibt auch tolle Schriftsteller-Ehen, aber die Frauen sind dann totale Dienerinnen ihres Mannes. Nehmen Sie z. B. die Frau von Arno Schmidt: Sie hat nur für ihn gearbeitet. Sicherlich kann das auch eine Aufgabe sein, aber ich kann es von keinem Menschen verlangen, daß ich ihn als halben Sklaven halte, und ich kann von niemandem verlangen, daß er mich als Denkmal gelten läßt. [...] Ich habe die Ehe immer ernst genommen, bin ein monogamer Typ, und ich war sieben Jahre verheiratet, zwölf Jahre verheiratet und vierzehn Jahre verheiratet - dreimal - einen eindeutigeren Beweis dafür, daß es nicht geht, kann man eigentlich nicht bringen. Ich war die meiste Zeit meines Lebens verheiratet und immer 'voll' auf den anderen Menschen konzentriert. Ich behaupte nicht, daß ich heute glücklicher bin, aber ich lebe unbefangener. Die Verantwortung ist nicht weg, aber man ist sich nur selbst verantwortlich - und dem jeweiligen Buch... - Ein blutsaugerischer Vampir ist die Literatur.

-?-: Darf ich nochmals fragen, ob und welche literarischen, sozialen oder politischen Vorstellungen oder Ideale sie hatten, als Sie nach dem Krieg zu schreiben anfingen.

W. S.: Ich hatte verschwommene Vorstellungen. Meine literarischen Vorstellungen waren noch nicht ausgeprägt genug. Ich habe ein paar Sachen geschrieben, die ich immer die 'Wiechertsche Schreibe' genannt habe. Ernst Wiechert war ein guter Mann, er hat z. B. Die Magd des Jürgen Doskocil8 und Die Majorin9 geschrieben. Während des Krieges haben hektographierte Pamphlete zirkuliert, in denen er gegen das Regime Front machte. Davon war ich natürlich schon beeindruckt. Bei mir kommt hinzu, daß ich noch während des Krieges an viele Schriftsteller Briefe geschrieben und wegen ihrer Haltung mit ihnen geschimpft habe. Ein paar der Briefe habe ich wiederbekommen, als ich im Knast war, die wurden mir da vorgelesen. Naja, ich bin ziemlich unbedarft gewesen - aber wütend! Diese Vorbelastung war nach dem Kriege da, aber ich hatte zunächst keine klaren literarischen Ziele, sondern wollte mir selber Klarheit über das Geschehene verschaffen. Und politisch gesehen hätte ich Ihnen damals etwas über USPD und ähnliches erzählt, ohne es richtig untermauern zu können. Das war gut gewittert und hat sich mit den ersten Kontakten zum Ruf schnell gefestigt. Zwischenzeitlich hatte ich noch einen Streit mit [Walter] Kolbenhoff, der mich attackierte, weil ich noch einmal versucht hatte, den 'Bussard steigen zu lassen', weil ich mich in 'künstlerischen Höhenflügen' versucht hatte. Naja, ich fiel jedenfalls rasch hinunter vom Elfenbeinturm... Aber in politischer Hinsicht war man sich einig: Besonders beim ersten Treffen der Gruppe 4710 wurde klar, daß wir ungefähr das wollten, was seit der EG selbstverständlich geworden ist: Wenn man wirtschaftlich verflochten ist, kann man keinen Krieg führen. Das hatten wir etwas zu früh formuliert, der Amerikaner wollte das nicht. - Noch einmal zurück zum Literarischen: Eines war klar, nämlich das Mißtrauen in die Sprache. Die Sprache war versaut durch Nazi-Jargon, Hackmesser-Stil, Landser-Argot und so weiter.

-?-: Wie sah das Schreiben damals praktisch aus? Haben Sie z.B. "Die Tat" oder "Das Begräbnis" in mehreren Fassungen geschrieben, bis die Sprache 'gemeißelt' genug wirkte?

W. S.: Ich habe immer versucht, auch damals schon, gleich bei der ersten Fassung so gut wie möglich zu schreiben. Meistens kam aber am Morgen die 'kalte Dusche', und es mußte nochmal ganz geschrieben werden, das heißt, daß ich nicht bloß hier und dort verbesserte, sondern ganz auf Rhythmus usw. abgeklopft werden mußte. Dabei kamen immer etliche Fassungen heraus. "Das Begräbnis" habe ich an die zwölf, dreizehn Male geschrieben.

-?-: Kürzlich lief hier in der "Urania" der Film "Das literarische Profil von Berlin"11, der von Walter Höllerer und Klaus Wagenbach eingeleitet wurde. In dem Film beklagen Friedrich Luft und Hans Scholz, daß es in Berlin keine literarische Gegend, keine Künstlerviertel und keine Literaten-Cafés mehr gebe. Würden Sie dem zustimmen?

W. S.: Nein. Ich bin gegen jede Bündelung. Ich war z. B. der seltenste Gast in der Gruppe 47. Ich habe dort wüste Tabus gebrochen. Nach drei Jahren habe ich gesagt, daß wir nun den Konjunktiv durch hätten, die Rollen-Prosa hatten wir auch besprochen, und dann gab es noch andere Themen, die immer wieder auftauchten, daß z. B. "trotzdem" und "obwohl" nicht so oft verwechselt werden sollten... Den Klatsch hatten wir auch ausgetauscht, na, da habe ich mich dann eben verabschiedet... [...] Ich muß noch einmal auf Ihre vorhin genannten Beispiele zurückkommen ["Auch Ostberlin liegt an der Spree" und "Havelsonntag"] und ein wenig opponieren. Das sind Feuilletonarbeiten gewesen. Sie kennen hoffentlich den Ausspruch Alfred Polgars, "Ein Feuilleton schreiben, heißt auf einer Glatze Locken drehen" -, dabei bleibe ich; wenn man die ernst nimmt und mich als Idylliker einsortiert, naja...

-?-: Herr Schnurre, darf ich noch einmal nachfragen, die Mauer wird im August 25 Jahre alt, und in Ihrem Buch Schreibtisch unter freiem Himmel haben Sie die Ansicht vertreten, daß der westdeutsche Autor sein Augenmerk auf die zwei deutschen Staaten und das geteilte Berlin richten müsse. Ist diese Forderung noch aktuell oder sind andere Themen, zum Beispiel Umweltzerstörung und Wettrüsten, für den engagierten Schriftsteller heute dringender?

W. S.: Ich bin schon lange der Meinung, daß die Mauer ein Thema sein muß. Hinter der Mauer steht ein System, das offenbar falsch interpretiert worden ist, das System des Sozialismus. Die DDR behauptet von sich, sozialistisch zu sein... Doch den Sozialismus, wie ich ihn verstehe, hat zum Beispiel Dubcek vertreten, nämlich einen Sozialismus mit einem humanen Gesicht. Wo geschossen wird, wenn einer den Staat verlassen will, und wo es auch keine Behörde gibt, bei der er sich abmelden kann, dort stimmt einiges nicht mit dem Regime... Für mich ist die Mauer heute eine Gegebenheit, aber ich denke schon, daß es nicht so bleiben muß: Abschaffung der Präambel auf Wiedervereinigung, das Bestehenlassen beider Systeme, Anerkennung beider Staaten untereinander, und dann kann man auf der untersten Ebene zusammenarbeiten, zum Beispiel mit Sportvereinen und Kulturabkommen; nicht nur mit Mülldeponien, sondern mit Gedankendeponien. Eines Tages kann man dann eine Konföderation bilden, und das habe ich - unabhängig von Uwe Johnson - schon vor fünfzehn Jahren gesagt, was sicherlich nichts mit meinem Standpunkt gleich nach dem Mauerbau zu tun hat. Aber meine Emotion damals muß man mir auch gestatten, ich hatte schließlich meine ganzen Freunde drüben. Ich würde meinen damaligen Standpunkt verteidigen, aber ich würde ihn nicht mehr einnehmen. Als Schriftsteller kann ich nicht immer wieder das heiße Eisen anfassen. Das politisch Versäumte kann ich als Schriftsteller nicht nachholen. Das ist die Aufgabe der Politiker und nicht meine. Ich möchte Literatur machen, und in meiner Literatur - egal was ich schreibe - finden Sie meinen Standpunkt, auch meinen politischen Standpunkt. Und wenn man von mir fordert, ich solle zu aktuellen Fragen Stellung nehmen, sag' ich, daß ich das gar nicht muß. Ich mache meine Literatur, und ich verstehe darunter, daß ich mich um den Menschen kümmere, nicht um die Menschen. Ich kann mich nicht um "die Menschen" kümmern. Und ich bin auch in keinem Verein, aus dem PEN-Club bin ich ausgetreten12, bin auch nicht im VS und wie sie alle heißen. [...] Solidarität mit den Setzern soll ich haben? Ein Streikrecht will man mir einräumen? Unsinn! Ich habe einmal nachgerechnet; meine Arbeitswoche hat 76 bis 84 Stunden. Ich bekomme heute noch dieselben Honorare wie 1947, gemessen an der Kaufkraft der D-Mark. Da hat sich nicht viel geändert. Ich mache jetzt meine Verträge mit vorgehaltener Pistole und erzähle auch jedem jungen Autor, daß er aufpassen soll: bei einem Roman soll er sich bis zur Zehntausender-Auflage 10 % vom Ladenpreis geben lassen, darüber soll er anfangen zu pokern: bis 25.000 soll er sich 12 % geben lassen, über 50.000 15 %. [...] Klar, Unterricht gebe ich, aber ich gehe in keinen Verein mehr hinein. Nein, ich bleibe schön am Schreibtisch und tippe meine 'Naht' weg. Ich bin Schwerarbeiter, ich montiere - jeden Tag, auch in [Felde bei] Kiel. [...] Klar ist man menschenscheu als Schreiber. Wenn man einen Roman schreibt, möchte man am liebsten gar nicht vom Schreibtisch aufstehen. Aber ich gebe mir Mühe: Ich mache oft Lesungen, möglichst viele Schullesungen, denn dort muß die Literatur hinein, dort bei den Kindern kann man noch viel erreichen. [...]

-?-: Sie sind also nicht mehr auf Berlin fixiert, das Sie doch literarisch geprägt hat.

W. S.: Ich bin aus Berlin weggegangen, weil ich es satt hatte, ich habe hier fast 50 Jahre gelebt, und es gibt keine Ecke, wo ich nicht etwas Komisches oder Trauriges erlebt habe. Berlin hat für mich seine Keuschheit verloren. Ich möchte auch einmal eine Straße sehen, wo mich nichts an Vergangenes erinnert. Berlin ist eine schöne Stadt, gar keine Frage, ich bin nach wie vor so sentimental zu behaupten, daß Berlin die einzige Stadt ist, wo man in Deutschland leben kann, West-Berlin meine ich, Ost-Berlin ist schwierig.13 [...] Ich bin aus dem Krieg zurückgekommen, war lange krank, durfte auch noch einmal heiraten, jetzt lebe ich wieder alleine und sage mir, daß ich noch etwas aus meinem Leben machen muß. Ich sitze in Felde nicht in der Idylle, sondern in einer Art erweiterter Klause. Ich habe jetzt so lange gelebt, 65 Jahre bedeuten eine ordentliche Lebenserfahrung. Jetzt fange ich doch erst richtig an: Ich habe drei Romane und ein Theaterstück im Kopf. Erst mache ich Vaters Bart, dann gehe ich ein bißchen spazieren, anschließend fange ich mit dem Roman an. Sie werden sehen, solche dicken Dinger werde ich schreiben... Na, Sie lachen, das ist mein Ernst, keine Koketterie. Heil muß man bleiben: die Sehkraft, das Ohr muß erhalten bleiben, und der Kopf muß klar bleiben, alles andere ist egal. Nicht daß ich mich mit dem Weißen Eber vergleichen wollte, aber Joyce hat erst über Dublin geschrieben, als er in Triest war. Vorher konnte er es nicht. Vielleicht schreibe ich über Berlin, wenn ich aus der Stadt fort bin... [...] Fontane hat Effi Briest mit 75 Jahren geschrieben, vorher war er ein guter Theaterkritiker, hat ein paar Balladen geschrieben und war ein fabelhafter Apotheker. Na, und ich war ein guter Feuilletonist, und dann habe ich nachher angefangen, diese dicken Romane zu schreiben...

-?-: Sie machen Lesungen, am liebsten in Schulen, Sie freuen sich über die Unvoreingenommenheit, mit der die Schüler mit Ihren Geschichten umgehen, Sie freuen sich über Leserbriefe, besonders von 'einfachen', literarisch nicht 'vorbelasteten' Leuten, die durch Ihre Geschichten angerührt werden. Sie scheinen eine recht direkte und praktische Vorstellung von Literatur zu haben.

W. S.: Ich schreibe nicht für die literarische Elite, und ich habe eine wesentlich andere Auffassung von Literatur als meine Kritiker. Es ist eine lebendige Sache und macht Spaß. Literatur hat nie aufgehört, mir richtigen Spaß, Freude, zu bereiten.

-?-: Demzufolge sind Sie nicht resigniert, wie man verschiedentlich über Sie lesen konnte?

W. S.: Überhaupt nicht. Es muß ein Sinn dahinterstecken, wenn man so oft nur gerade so übrig geblieben ist. Sie kennen vielleicht das Beispiel, das ich im Schattenfotograf beschrieben habe: Wir waren 400 Leute, sind so ganz ruhig losgelaufen, hatten ein Tempo wie die Geher, die russischen Panzer fuhren hinter uns her... Ich war nicht sportlich, habe aber als Junge immer ein wenig Langstreckenlauf trainiert, das hat mir das Leben gerettet; erst blieben die Raucher liegen, dann die etwas Älteren, die Asthma hatten usw. Außer mir blieb nur einer übrig - von 400 Leuten. Das macht nachdenklich. Dann gibt es noch ein paar andere Zeichen, die Polyneuritis zum Beispiel. Da soll man noch ein bißchen geprüft werden, man ist noch nicht genug durchgewalkt, dann gibt es noch ein Zeichen von dem Kerl, was heißt "Kerl" - man muß nett sein zu seinem Tod, ich unterhalte mich ein wenig mit ihm, ich kenne ihn jetzt, den Schatten. Er läuft von Kindesbeinen an mit. Also: gutstellen mit ihm. Außerdem hat er einen Auftrag, er bringt uns ja nicht um, er geleitet uns nur ein Stück Wegs. Na, wenn man das so gelassen sieht, ist das Leben eine tolle Sache. Also mir macht's Spaß. Das schreibe ich auch einmal irgendwo, nicht so dicke natürlich...


Anmerkungen:

1 Geführt am 25.2.1986 im "Hotel am Studio", Kaiserdamm, Berlin-Charlottenburg.

2 In: WDS: Schnurre heiter: Heitere Erzählungen und anderes. Olten u. Freiburg i.Br., 1970, S. 487-98.

3 Vgl. hierzu insbes. Schnurre: "Vorwort", in: Emil und die Direktiven, a.a.O., S. 9f.

4 In "Eine vertrauenserweckende Erscheinung", Als Vaters Bart noch rot war, a.a.O., S. 131ff.

5 Vgl. zu Schnurres einseitiger These, man müsse das Jüdische vom Religiösen her erschließen, Michael Stone: "Dauerthema deutsch-jüdische Identität", in: Rheinischer Merkur/Christ und Welt, 26.10.1985.

6 (1905-19__); Agrarpolitiker und Volkswirtschaftler; Professor in Danzig, Greifswald und Prag (1940-45); 1953-60 Bundesminister für Angelegenheiten der Heimatvertriebenen (seit 1957 für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte).

7 (1898-1973); war 1932-45 im Reichsinnenministerium tätig und wirkte an der Kommentierung der Nürnberger Rassengesetze mit; im Oktober 1949 trat er auf Wunsch Adenauers in das neugeschaffene Bundeskanzleramt ein, wo er als Staatssekretär (1953-63) mit der Leitung der Verwaltung befaßt war.

8 Erschien 1932.

9 Erschien 1934.

10 Am Bannwaldsee 1947.

11 Regie: Wolfgang Ramsbott, 1970.

12 Nach dem Bau der Berliner Mauer, vergl. N.N.: "Kästner 'bedauert' Schnurres Austritt", in: Der Tagesspiegel, 13.10.1961.

13 Schnurre plante seit etwa Ende 1986, wieder nach Berlin (West) zu ziehen.


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